TuWas - Initiative für Herz

Martin Götzke

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martin.goetzke(at)drk-ob.de

Die Oberhausener Initiative „TuWas" wurde 2012 ins Leben gerufen. Die Kampagne verfolgt das Ziel, die Überlebensrate nach einem Herz-Kreislauf- Stillstand nachhaltig zu erhöhen. Möglichst viele Mitbürger sollen in die Lage versetzt werden, im Ernstfall unverzüglich mit einer Reanimation zu begin­nen. Denn sofort durchgeführte lebenserhaltende Basismaßnahmen ermögli­chen im Falle des Herzstillstandes Leben zu retten und schwere Hirnschäden zu vermeiden.

AED-Säule am Bahnhof Oberhausen

Eine erste von der HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen gespendete AED- Rettungssäule wurde mit Unterstützung der STOAG, dem Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr Oberhausen im Bereich des Busbahnhofes am Bahnhofvorplatz installiert. Die Möglichkeit einer Sprechfunkverbindung mit der Leitstelle während der Laienreanimation hat dazu geführt, dass die Feu­erwehr Oberhausen als eine der ersten über einen Standard zur telefonischen Anleitung lebensrettender Sofortmaßnahmen verfügt.

Reanimation als Schulfach

Im November 2012 hat die Initiative „TuWas", vertreten durch Dr. Roland Is­sel, in einer Petition an den Landtag NRW angeregt, die Reanimation in den Unterrichtsinhalt der 7. Jahrgangstufe (mit Wiederholung der Inhalte im 9. Schuljahr) zu integrieren. Die Petition wurde an den Ausschuss für Schule und Weiterbildung des Landtages NRW und an den Deutschen Bundestag über­wiesen. Der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz befürwortete in sei­ner 395. Sitzung im Jahre 2014 die Einführung von zwei Unterrichtstunden pro Jahr zu diesem Thema und empfiehlt den Ländern, die Lehrkräfte entspre­chend ausbilden zu lassen. Das Schulfach „Wiederbelebung bei einem plötzli­chen Herzstillstand" wurde damit ab der Jahrgangsstufe 7 in den Unterricht aufgenommen.

„TuWas" bietet den Lehrkräften praktische Unterstützung bei den Übungen in den Oberhausener Schulen an.

App Mobile Retter

„TuWas" setzt sich für die Einführung des preisgekrönten Alarmsystems „Mobile Retter" im Stadtgebiet ein. Es handelt sich dabei um ein innovatives, App-gestütztes Alarmierungssystem der Notrufzentrale 112, das Smartphones als Lebensretter nutzt. Zeitgleich zum Notarzt kann mit der App ein medizi­nisch qualifizierter Ersthelfer, der sich möglicherweise zufällig in unmittelba­rer Einsatznähe befindet, über sein Smartphone lokalisiert und alarmiert wer­den. Als Ersthelfer kommen Krankenschwestern, Pfleger, Sanitäter, Rettungs­assistenten, Feuerwehrkräfte, DLRG-Schwimmer oder Ärzte in Frage, die un­mittelbar qualifizierte Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten - bis zum Ein­treffen des Rettungsdienstes. Dieser kurze Moment kann entscheidend für das Überleben des Patienten sein.

Spendenkonto

Stichwort: Tu was – Initiative für Herz und Hirn
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