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Kommunales Integrationsmanagement (KIM)

Markus Sieverdingbeck

Tel: 0151 434 259 09
markus.sieverdingbeck@drk-ob.de

Durch die Einführung des "Kommunalen Integrationsmanagements" sollen die Kommunen gestärkt und die intra- und interkommunale Zusammenarbeit gefördert werden. Neuzugewanderte sollen schneller integriert werden, gerade in den Phasen des Rechtskreiswechsels ist ein lückenloser Übergang wichtig. Das Kommunale Integrationsmanagement beinhaltet eine stärkere rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ämtern im Sinne einer kommunalen integrierten Steuerung der örtlichen Migrations- und Integrationsprozesse. In diesem Sinne soll auch die Zusammenarbeit zwischen der Ausländer- und Einbürgerungsbehörden und den Kommunalen Integrationszentren gefördert werden.

In den nächsten drei Jahren sollen dabei folgende Ziele umgesetzt werden: Implementierung einer strategischen Ebene zur Steuerung, einer operativen Ebene des individuellen Case-Managements und eine Weiterentwicklung der Ansätze in Bezug auf die kreisangehörigen Kommunen im Verhältnis zum Kreis.

Das Kommunale Integrationsmanagement besteht dabei aus drei verschiedenen Bausteinen:

  1. Förderrichtlinie zur Implementierung eines strategischen Kommunalen Integrationsmanagement (strategischer Overhead)
  2. Fachbezogene Pauschale für Personalstellen, um ein rechtskreisübergreifendes Case-Management zu implementieren
  3. Fachbezogene Pauschale für zusätzliche Personalstellen in den Ausländer- und Einbürgerungsbehörden zur rechtlichen Verstetigung der Integration ausländischer Menschen mit besonderen Integrationsleistungen

Im Rahmen des Bausteins 2 stellen der Caritasverband Oberhausen e.V., der DRK-Kreisverband Oberhausen (Rhld.) e.V., der Diakonie-Verband Oberhausen e.V. sowie das Zentrum für Ausbildung und berufliche Qualifikation e.V. ZAQ, jeweils einen Coach oder eine Coachin. Zwei weitere Coaches werden vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Oberhausen gestellt.

Die Coaches erbringen eine qualifizierte Einzelfallberatung, die rechtskreisübergreifend unter Berücksichtigung der individuellen Lebenslage und Bedarfe die Integration der zugewanderten Menschen befördert. In den Rechtsbereichen mit eigenem Fallmanagement wie SGB II, SGB III, SGB VIII findet eine Verweisberatung statt. Die jeweiligen Ergebnisse werden jedoch wieder durch das Kommunale Integrationsmanagement zusammengeführt. Zu den klassischen Methoden des individuellen Integrationsmanagements zählen aktive Zugangsgestaltung, die Erstberatung („Intake“), ausführliche Bestandsaufnahme (Assessment), Planung im Sinne einer Zielvereinbarung/Integrationsvereinbarung, Leistungssteuerung („Linking“) im Hinblick auf Dienstleistungen Dritter (gesetzliche Leistungen oder Förderangebote) sowie begleitendes, laufendes Monitoring und regelmäßige Re-Assessments zu dem jeweiligen Fall.