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05.09.2017 08:21 Alter: 1 year
Kategorie: News

DRK Oberhausen verstärkt Wohlfahrts- und Sozialarbeit

Das Deutsche Rote Kreuz ist sowohl Hilfsorganisation, als auch Wohlfahrtsverband und in beiden Feldern verlässlicher Partner in Oberhausen. Ob bei Veranstaltungen, Schadenslagen oder der Betreuung und Versorgung Schutzbedürftiger – das DRK hilft. Seit 1. Juni dieses Jahres wird diese Hilfe in Oberhausen durch die neue Abteilung Wohlfahrts- und Sozialarbeit ergänzt.


Neben der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr, den Seniorenresidenzen und den rund um die Uhr besetzten Einsatzdiensten soll die Abteilung Wohlfahrts- und Sozialarbeit die Zielgruppen der Rotkreuzarbeit in Oberhausen erweitern. Entstanden ist die neue Abteilung aus der Flüchtlingshilfe, die seit Mitte 2015 Geflüchtete betreut – in der Hochphase in acht Notunterkünften, teilweise rund um die Uhr und inklusive Mahlzeiten. Anfang 2016 kam die Beratung und soziale Eingliederung von EU-Neubürgern in Oberhausen hinzu. Mittlerweile sind auch ein Projekt für von Armut betroffene oder bedrohte Menschen und die Quartiersentwicklung im Bereich Alstaden/Lirich Bestandteil der Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

Geleitet wird die Abteilung von Jörg Fischer der demnächst auf 30 Jahre Rotkreuzarbeit im In- und Ausland zurückblicken kann. Der 52-jährige Betriebswirt hat bereits die Einsatzdienste des DRK Oberhausen aufgebaut, Maßstäbe in der sanitätsdienstlichen Betreuung von Veranstaltungen im Stadtgebiet gesetzt und die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit initiiert. Von 2010 bis 2015 war Fischer im Auftrag des DRK Bundesverbandes an internationalen Einsätzen auf den Philippinen, in Pakistan und auf Malta beteiligt.

„Wir werden mit der Wohlfahrts- und Sozialarbeit Zielgruppen erreichen, für die wir vorher keine Hilfsangebote hatten“, verspricht Jörg Fischer. „Dabei werden wir eng mit anderen Wohlfahrtsverbänden, der Stadt Oberhausen und auch privaten Organisationen kooperieren.“

Schwerpunkte der Aufgaben werden zunächst, neben der Integration von Migranten, Beratungsstellen, die Betreuung von Seniorinnen und Senioren im privaten Wohnraum und die Arbeit mit jungen Menschen sein. Die Finanzierung der Dienste erfolgt aus Eigenmitteln sowie Förderanträgen bei Land, Bund, EU und privaten Institutionen. Mittelfristig soll eine interkulturelle und generationsübergreifende Zusammenarbeit der einzelnen Bereiche erfolgen – unter Einbindung weiterer Zielgruppen, die von Ausgrenzung bedroht oder betroffen sind.

Auch Kreisgeschäftsführerin Andrea Farnschläder unterstreicht die Wichtigkeit dieser Arbeit: „Mit den DRK-Seniorenresidenzen leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur stationären Betreuung von Seniorinnen und Senioren. Unsere Wohlfahrts- und Sozialarbeit soll darüber hinaus auch weitere Zielgruppen beraten, begleiten und betreuen. Es ist unser Anspruch, als Wohlfahrtsverband in Oberhausen genauso verantwortungsvoll und leistungsfähig zu sein, wie als Hilfsorganisation. Die humanitären Herausforderungen nehmen in beiden Bereichen zu und wir werden uns ihnen stellen.“