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24.08.2017 16:48 Alter: 1 year
Kategorie: News

Ein Engel für das Rathaus

Das Projekt für und mit geflüchteten Kindern unter der Leitung der Oberhausener Künstlerin Simone Kamm, wurde am Mittwoch (23.08.2017) mit der feierlichen Präsentation des Kunstwerkes im Rathaus beendet. Der mit aus Spargelschalen geschöpftem Papier gebastelte Friedensengel ist ins Rathaus eingezogen.


Mit einer Flügelspannweite von mehr als vier Metern imponiert die riesige Engel-Skulptur vor dem Ratssaal. Die am Projekt beteiligten Kinder haben seit Projektbeginn im April ihre Wünsche nach Versöhnung und Frieden zu Papier gebracht und in den Engel eingearbeitet.

Die Projektleiterin des DRK Oberhausen, Jolanda Kuci, ist stolz auf das von den Kindern geschaffene Kunstwerk. „Neben der Förderung der künstlerischen Begabung der Kinder, hat dieses Projekt einen weiteren positiven Nebeneffekt. Alle Kinder sind durch eine Flucht traumatisiert - einige der beteiligten Kindern sind sogar alleine, ohne Eltern nach Oberhausen gekommen, sodass sie teilweise sehr viele Schicksalsschläge gleichzeitig verarbeiten müssen. Mit diesem Kunstprojekt konnten viele Kinder zu sich selbst finden, die Bilder des Krieges in ihrem Heimatland sowie die Anstrengungen von Flucht und Exil ein wenig verarbeiten oder für ein paar Stunden vergessen“, beschreibt Jolanda Kuci den Hintergrund der kleinen Künstler.

Die Präsentation des Friedensengels im Rahmen von „Freiheit leuchtet“ war für die Künstlerin, Simone Kamm, für die Projektbeteiligten aber vor allem auch für die Kinder ein sehr bewegendes Ereignis.

Oberbürgermeister Daniel Schranz und Kulturdezernent Apostolos Tsalastras erinnerten daran, dass Freiheit ohne Frieden nicht erstrebenswert sei – und umgekehrt. Beide gaben der Hoffnung Ausdruck, der Engel möge alle Mitarbeitenden und Besucher des Rathauses inspirieren.

Das Oberhausener Rote Kreuz beteiligte sich im Rahmen der Integrationsprojekte für Kinder, Frauen und Männer der Abteilung Wohlfahrts- und Sozialarbeit an diesem Projekt. Neben dem DRK Oberhausen waren auch das Gerhard-Tersteegen-Institut, der Caritasverband sowie die evangelische Jugendhilfe beteiligt.