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22.08.2017 08:23 Alter: 1 year
Kategorie: News

DRK Oberhausen unterstützt bei der Rückkehr der Kinder und Jugendlichen aus Barcelona

Am Samstag kehrten 47 Kinder und Jugendliche sowie 8 Betreuer nach ihrer Ferienfreizeit aus der Nähe von Barcelona zurück nach Oberhausen. Auf einem Ausflug nach Barcelona am Donnerstag den 17.08. entkamen sie nur knapp dem Terroranschlag auf der Promenade „Las Ramblas“. Drei Mädchen der Gruppe waren direkt von dem Attentat betroffen und wurden noch vor Ort mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Eltern der Mädchen sind seit einigen Tagen bei ihren Kindern vor Ort.


Die Reisegruppe aus Oberhausen brach aufgrund des Terroranschlages und der direkten Betroffenheit ihre Reisegruppe vor dem geplanten Ende ab. Sie kehrten am Samstagnachmittag nach knapp 18 stündiger Busfahrt gegen 15:00 Uhr in ihre Heimatstadt zurück.

Bereits am Freitagmittag gegen 12:35 Uhr wurde der Einsatzleiter vom Dienst des DRK Oberhausen, Martin Götzke, durch den Leiter der Notfallseelsorge Oberhausen, Berthold Rzymski, informiert, dass Oberhausener Kinder und Jugendliche Opfer des Anschlages in Barcelona geworden sind.

Am Freitag erhielten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK Oberhausen eine Voralarmierung und hielten sich für die Rückankunft der Kinder und Jugendlichen in Oberhausen bereit. Zu diesem Zeitpunkt war die Ankunft des Busses aus Spanien allerdings noch unklar. Dennoch setzte der Einsatzleiter vom DRK Oberhausen in den eigenen ehrenamtlichen Helferreihen sowie beim DRK Landesverband Nordrhein alle Hebel in Bewegung, um sowohl den Kindern und Jugendlichen, als auch den Angehörigen einen Empfang mit Privatsphäre zu gewährleisten. Mit Unterstützung durch den Landesverband Nordrhein wurden Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) für den Einsatz zur Verfügung gestellt. Auch ein Therapiehund des DRK kam zum Einsatz. Das DRK Oberhausen selbst stellte mit einer Betreuungsgruppe bestehend aus einem 15-köpfigen Team sowohl die Verpflegung als auch die Betreuung sicher. Darüber hinaus stellte das DRK einen Sanitätstrupp zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung sowie eine Besatzung eines Krankentransportwagens für den Notfall zur Verfügung.

Der Verpflegungstrupp des DRK Oberhausen begann am Samstagmorgen, gegen 08:00 Uhr mit der Vorbereitung der Verpflegung, da die Ankunft des Busses aus Spanien zunächst in den Vormittagsstunden erwartet war. Die Fachgruppe Information und Kommunikation stellte ab 09:30 Uhr die Einsatzbereitschaft des Einsatzleitwagen 2 (ELW2) her. Um 10 Uhr erwartete Einsatzleiter, Martin Götzke, die erfahrenen ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK Oberhausen an der Feuerwache 1, Brücktorstraße zur gemeinsamen Lagebesprechung und Einteilung in die Einsatzabschnitte. In enger Absprache mit dem Führungsdienst der Berufsfeuerwehr Oberhausen und der Notfallseelsorge wurde dafür Sorge getragen, dass nur Angehörige der Reisegruppe auf das Gelände kamen. Mit Verspätung erreichte der Bus mit den Kindern und Jugendlichen aus Barcelona die Feuerwache 1 gegen 15 Uhr. Durch das Öffnen der Bustüren ereignete sich ein Moment der Gänsehaut, der auch für die erfahrenen Einsatzkräften emotional sehr bewegend war. Leider musste eine Reiseteilnehmerin nach der Ankunft des Busses von der KTW-Besatzung des DRK in ein umliegendes Krankenhaus gefahren werden. Nach vielen ausführlichen und teils sehr emotionalen Gesprächen mit den Kindern und Jugendlichen sowie deren Angehörigen, beendeten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gegen 17:30 Uhr ihren Einsatz.

Dieser Einsatz macht noch einmal deutlich, dass das Deutsche Rote Kreuz in Oberhausen der Oberhausener Bevölkerung in allen Lagen zur Seite steht. Schadensereignisse wie dieses aus Barcelona oder auch aus Berlin, Nizza und den anderen betroffenen Städten zeigen, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist. Es ist unsere tägliche Aufgabe, Menschen bei Leid oder in Notfall-, Krisen oder Katastrophenereignissen zur Seite zu stehen. „In der Kilometerdistanz sind diese Vorfälle zwar weit weg, am Ende sind sie uns jedoch näher, als wir glauben. So erleben wir in Oberhausen hier und heute auch die Auswirkungen des Terroranschlages in Barcelona.“, so der Einsatzleiter, Martin Götzke.

Das DRK Oberhausen bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus Oberhausen sowie für die Unterstützung durch den Landesverband Nordrhein mit den PSNV-Kräften. Außerdem bedanken wir uns bei der Berufsfeuerwehr Oberhausen und bei der  Notfallseelsorge Oberhausen für die herausragende enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.