EHAPEHAP

Sie befinden sich hier:

  1. Angebote
  2. Wohlfahrts- und Sozialarbeit
  3. EHAP

EHAP

Jörg Fischer

Tel: 0208 / 85 900 - 93
joerg.fischer(at)drk-ob.de

DRK unterstützt die Eingliederung von neuzugewanderten EU-Bürgern in Oberhausen

 

Ein Konsortium aus „die Kurbel“, ZAQ, Caritas und DRK erhält Mittel aus dem Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) und hat das Projekt bereits gestartet.

Ziel des EHAP in Deutschland ist die Förderung des sozialen Zusammenhalts und der sozialen Eingliederung von armutsgefährdeten und von sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen. Der EHAP leistet somit einen Beitrag zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung als ein Kernziel der Europa-2020-Strategie.  

Aus Mitteln des EHAP werden Menschen in Deutschland unterstützt, die unter Armut leiden und keinen oder nur unzureichenden Zugang zu den Beratungs- und Unterstützungsangeboten des regulären Hilfesystems haben. Das sind:

  1. Besonders benachteiligte neuzugewanderte Unionsbürger/-innen
  2. Kinder von besonders benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürgern/-innen
  3. Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Personen

Das Oberhausener Projekt fokussiert die ersten beiden Zielgruppen, dabei arbeitet „die Kurbel“ im Einzelziel 2 (Kinder von besonders benachteiligten neuzugewanderten EU-Bürgern), die Caritas, ZAQ und das DRK im Einzelziel 1.

Der EHAP ist ein wichtiges Instrument, um betroffene Kommunen insbesondere dabei zu unterstützen, sich den Herausforderungen, die die wachsende Zuwanderung von Unionsbürgern/-innen aus anderen EU-Staaten mit sich bringt, stellen zu können.

Allein in Oberhausen sind die Zuzugszahlen von EU-Staatsangehörigen nach Oberhausen von 241 im Jahr 2010 auf 1.200 im Jahr 2014 enorm gestiegen.

Ein kleinerer Teil der neuzugewanderten Unionsbürger/-innen sowie der neuzugewanderten Kinder von Unionsbürgern/-innen, ist aufgrund seiner persönlichen Lebensumstände besonders belastet. Diese Menschen lebten in ihren Herkunftsstaaten in Verhältnissen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung geprägt waren und finden auch in Deutschland nur schwer Zugang in die Gesellschaft. Viele von ihnen haben mangelnde Sprachkenntnisse, eine fehlende oder geringe schulische sowie berufliche Qualifikation, sind gesundheitlich eingeschränkt oder leben unter problematischen Wohnbedingungen.

Das Projekt bietet selbst keine zusätzlichen Hilfsdienste an, sondern erfüllt eine Brückenfunktion, um die zugezogenen EU-Bürger über die bestehenden Hilfsangebote zu informieren und den Kontakt herzustellen. Während die Partner im Konsortium dabei auf ihre bestehenden Beratungsstellen für Migranten aufbauen können, beginnt das DRK in Oberhausen mit diesem Projekt eine neue Tätigkeit.

 „Wir müssen erstmal auf die Straße gehen und aufsuchende Arbeit leisten“, sagt Jörg Fischer, Leiter der Migranten- und Flüchtlingshilfe beim Oberhausener Roten Kreuz. Zu diesem Zweck wurde bewusst eine Sprach- und Integrationsmittlerin mit Migrationshintergrund gesucht und gefunden.

Mit Adina Martinescu, einer 44-jährigen Rumänin, die seit 13 Jahren in Oberhausen lebt, wurde eine Eingliederungsberaterin gewonnen, die fünf europäische Sprachen beherrscht und offen auf Menschen zugehen kann: „Ich freue mich auf die Herausforderung, nicht nur Teil eines neuen Projektes in meiner zweiten Heimatstadt zu sein, sondern auch einen neuen Bereich im lokalen Roten Kreuz mitgestalten zu können“.

Das Projekt wird durch die Bundesministerien für Arbeit und Soziales (BMAS) und Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert.

Kontakt:

Adina Martinescu
adina.martinescu(at)drk-ob.de
Tel.: 0151-55166480